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Würth Elektronik eiSos, Waldenburg

Photovoltaik Beschattungsanlage im Rahmen eines Gebäude-Klimakonzeptes

Die Ausgangssituation

Bei Gebäuden, die wie die Würth Elektronik eiSos Verwaltungszentrale nach Süden hin mit großen Fensterflächen ausgestattet sind, spielt hinsichtlich des Energieverbrauchs die Kühlung im Sommer eine enorme Rolle - meist sogar eine größere, wie die Wärmezufuhr über die Wintermonate.
 
Die direkte Sonneneinstrahlung wird in der Regel durch Beschattungselemente verhindert.
 
Dabei zeigt sich ein interessanter Effekt:
Der optimale Anstellwinkel eines Beschattungselements ist nahezu identisch mit dem eines Photovoltaikmoduls, das eine bestmögliche Ausbeute an Solarenergie erzielen soll. Was liegt also näher, als die Funktionen von Beschattungs- und Photovoltaikmodulen zu koppeln?
 

Die Lösung

Würth Elektronik eiSos entschied sich, im Zuge eines abgestimmten Klimakonzeptes neben einer integrierten Bauteilekühlung mittels temperierter Betondecken, Photovoltaik-Technologie einzusetzen.

Dabei erfüllen die Solarstrom-Module eine Doppelfunktion: Sie wurden so an die Fensterfront angebracht, dass sie die Wärme während der Sommermonate mit hoch stehender Einstrahlung abschotten und somit ein Aufheizen des Gebäudes verhindert wird. Gleichzeitig erzeugen die auf eine Länge von rund 50 Metern in zwei Reihen montierten Photovoltaikmodule bei realistischen ca. 1.000 Sonnenstunden pro Jahr eine Jahresenergie von rund 8.000 kWh.

Besonderes Augenmerk wurde in der Planungsphase darauf gelegt, dass trotz der Beschattungselemente zu allen Jahreszeiten ausreichend Tageslicht in die Büroräume eindringen kann, das ein Arbeiten ohne Kunstlicht möglich macht. In Zusammenarbeit mit Lichtplanern konnten diese Bedenken aus dem Weg geräumt werden.

 
Zur Optimierung sowohl der Beschattungs- wie auch der Stromerzeugungs-Ergebnisse verfügt die Anlage über eine automatische Sonnen-Nachführung der Module um die Mittel-Längsachse durch 20 Linearantriebe.

Zwei Etagen wurden mit jeweils 40 CIS-Modulen in einer kundenspezifisch angefertigten Größe von 1.150 x 1.200 mm ausgestattet. Die Module selbst sind frei zwischen den Trägern des Haltesystems aufgehängt und wurden entsprechend den baurechtlichen Bestimmungen und einem statischen Gutachten hergestellt. Die Verkabelung erfolgte über die Hohlräume des Tragesystems.

Die Funktionsfähigkeit der PV-Anlage wird komfortabel und nutzerfreundlich über ein Daten-Logging- System überwacht. Für Mitarbeiter und Besucher erfolgt permanent eine Visualisierung des derzeit und seit Inbetriebnahme erzeugten und ins Netz zurückgespeisten Solarstroms.
Die kombinierte Beschattungs- und Photovoltaikanlage ist nicht nur optisch nahtlos in die Gesamtästhetik des Gebäudes eingepasst. Sie führt durch die Netzrückspeisung des erzeugten Solarstroms zu einer Null-Energie-Kostenbilanz des Verwaltungsgebäudes und überzeugt damit nicht nur in Form, sondern auch in Funktion.
 
 
 „Als wir mit der Planung unseres neuen Verwaltungs- und Vertriebszentrums in Waldenburg begannen, war uns eines besonders wichtig: Es sollte ein Industriegebäude mit Lager und Verwaltung entstehen, das sowohl architektonisch als auch in technischer Hinsicht innovativ neue Wege geht - gemäß dem Firmenmotto „more than you expect".

Die Mitarbeiter sollten sich in unserem neuen Zuhause wohl fühlen und gleichzeitig wollten wir hinsichtlich der Betriebskosteneinsparung neue Maßstäbe setzen.
Die CIS-Technologie von Würth Solar wurde dabei zu einem wichtigen Baustein unseres Gebäude-Klimakonzeptes. Gemeinsam mit der integrierten Bauteilekühlung mittels temperierter Betondecken, der Beschattung mit automatisch nachgeführten Würth Solar-Modulen und der photovoltaischen Stromversorgung erzielen wir eine Energie-Kostenbilanz, die Architekten, Planer und uns als Kunden gleichermaßen überzeugt.

Sowohl Mitarbeiter als auch Besucher erkennen im Gebäude sehr schnell die Vorteile - freie Sicht den ganzen Tag bei angenehmen Temperaturen und guten Lichtverhältnissen am Arbeitsplatz. Die Reaktion der Besucher auf die Ästhetik unseres Gebäudes bestätigt: Wir haben mit den homogen schwarzen Photovoltaikmodulen die richtige Wahl getroffen."
(Oliver Konz, Geschäftsführer Würth Elektronik eiSos GmbH & Co.KG, Waldenburg)

Die Technik im Überblick

  • Anzahl Module: 80, davon 40 als Verbund-Sicherheitsglas (VSG) und 40 als Standard-Verbundglas
     
  • Modulbreite (mm): 1.150 
     
  • Modullänge (mm): 1.200
     
  • Installierte Nennleistung: 8 kWp

 
Projektbeteiligte:

Bauherr: Würth Elektronik Unternehmensgruppe, Niedernhall
Architekturbüro: Müller Djordjevic, Stuttgart
 

 
Diese Applikationsbeschreibung können Sie hier auch downloaden!

Download Hier klicken zum Download [Waldenburg_1.pdf]